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Hochschulbund fördert TU-Kampagne gegen sexualisierte Gewalt

Hochschulbund fördert TU-Kampagne gegen sexualisierte Gewalt

Von in Beispiele geförderter Projekte am 15. Juli 2022


Die Kampagne startete am 23. Mai 2022 mit einer Veranstaltung auf dem Hagenmarkt
Foto: Inga Stang / TU Braunschweig

„Bei Events, auf denen wir vertreten sind, sieht man: Das Thema ‚sexualisierte Gewalt‘ beschäftigt die Menschen“, berichtet Isabel Weiß von der TU-Stabsstelle für Chancengleichheit. Das entspreche den Forschungsergebnissen: „Die Zahlen zeigen, wie groß der Anteil von Betroffenen von sexualisierter Gewalt ist, dass es kein Einzelphänomen ist und dass es im Hochschulkontext sehr häufig vorkommt.“ Laut einer Studie werden in Deutschland 54% aller Studentinnen während ihres Studiums sexuell belästigt und 46% der von sexualisierter Gewalt betroffenen Studierenden erzählen es niemandem.

Unterstützt vom Hochschulbund startete die TU Braunschweig in diesem Mai die Kampagne „KNOW MORE“, um das Thema sexualisierter Gewalt an der Universität präsenter zu machen. Isabel Weiß ist Teil des Kampagnen-Teams: „Es gibt viele Phänomene, die dazu gehören: Wenn nicht-konsensuelle Berührungen getätigt werden oder digital Sprüche kommen – um sexualisierte Gewalt handelt es sich immer dann, wenn Macht ausgeübt und demonstriert und Grenzen überschritten werden.“

Das KNOW-MORE-Team setzt mit der Kampagne auf zwei Schwerpunkte: „Es geht zum einen um Sensibilisierung durch Wissen: Wir wollen Wissen vermitteln durch Vorträge, Workshops und Events, die leicht zugänglich sind und den Menschen gutes Fachwissen an die Hand geben. Zum anderen geht es um Sensibilisierung durch Sichtbarkeit: Wir möchten das Thema über unsere Internetseite, Instagram und das kampagnenspezifische Design an die Leute herantragen.“ Die Kampagne kooperiert dabei eng mit der „Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen, Mädchen, Jungen e.V.“, einer der wichtigsten Anlaufstellen in Braunschweig.

Unter der Schirmherrschaft von TU-Präsidentin Prof. Angela Ittel läuft die Kampagne bis zum Mai 2023. Sie soll grundlegende Strukturen für die anschließende Arbeit schaffen. Denn Isabel Weiß ist sich sicher: „Es sind alle daran interessiert, dass es weitergeht mit dem Thema.“