
Die Deutschlandstipendiatinnen des Hochschulbundes 2025-2026 zusammen mit BHB-Vorstandsvorsitzendem Prof. Dr. Joachim Block.
Foto: Lena Germer/TU Braunschweig
Ein Deutschlandstipendium mit 300 Euro im Monat – was bringt das schon?
Zwischen steigenden Lebenshaltungskosten, Miete und Semesterbeitrag wirkt dieser Betrag auf den ersten Blick überschaubar. Und doch berichten ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten, dass genau diese Förderung ihr Studium nachhaltig geprägt hat.
Das Deutschlandstipendium unterstützt leistungsstarke und engagierte Studierende ein Jahr lang mit 300 Euro monatlich, finanziert je zur Hälfte vom Bund und von privaten Fördernden. Einer dieser Fördernden ist der Braunschweigische Hochschulbund, dessen fachungebundene Stipendien besonders wertvoll sind: „Ich fand es toll, dass es diese fachungebundenen Stipendien gibt. Denn als Psychologiestudentin hatte ich dadurch überhaupt erst die Möglichkeit, gefördert zu werden.“, sagt eine ehemalige BHB-Stipendiatin.
„Für mich war das Stipendium nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch ein Zeichen der Anerkennung. Mein Studium bedeutet für mich und viele andere Studierende häufig Leistungsdruck und Selbstzweifel. Da hat diese Form der Anerkennung bei mir viel bewirkt: Ich habe mich gesehen gefühlt und bestärkt darin, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dass das, was ich tue, zählt – auch über Noten und Leistung hinaus.“
Die 300 Euro halfen ihr aber auch ganz konkret: „Sie haben mich finanziell entlastet, mir Zeit gegeben, Neues auszuprobieren und mich persönlich weiterzuentwickeln: Ich habe Sprachkurse belegt, zusätzliche Veranstaltungen besucht und noch mehr Zeit in mein Ehrenamt in der Jugendberatungsstelle investiert. Das waren wertvolle Erfahrungen, die mich fachlich und persönlich weitergebracht haben und die ich dank der Entlastung durch das Deutschlandstipendium machen konnte.“
Ein weiterer Aspekt ist das Netzwerk, das mit dem Deutschlandstipendium verbunden ist: „Ich bin mit Menschen ins Gespräch gekommen, denen ich sonst nicht begegnet wäre. Mit anderen Geförderten und auch Fördernden. Das hat spannende Unterhaltungen und neue Perspektiven eröffnet, vor allem, weil ich mich so auch mit Studierenden aus anderen Studiengängen vernetzen konnte.“
Am 29. Januar wurden die Deutschlandstipendien für zwei Semester verliehen. Der Hochschulbund stellte erneut 10 Stipendien bereit. Und es ist zu hoffen, dass die Studierenden ihr Stipendium anschließend ähnlich positiv resümieren wie die ehemalige BHB-Stipendiatin: „Zutrauen und Unterstützung auf dem eigenen Weg waren besonders wertvoll für mich. Das Deutschlandstipendium hat mir gezeigt, dass mein Engagement nicht selbstverständlich ist, sondern Wertschätzung bekommt. Das hat mir viel bedeutet.“
