Schüler und Schülerinnen für Mathematik begeistern

Laufendes Förderprojektfür PrivatpersonenSchülern Zugang zur Uni ermöglichen

Für viele Schülerinnen und Schüler ist das Fach "Mathematik" ein Graus. Entweder können sie dem Unterricht nicht folgen oder es geht ihnen zu langsam.

Einen neuen Zugang zu dem Fach können sie außerhalb der Schule finden: Das Institut für Didaktik der Mathematik und Elementarmathematik der TU Braunschweig bietet in seiner "Mathematischen Lernwerkstatt" Förderangebote für Kinder und Jugendliche aus der Region. Ziel ist es, Mathematik als kreatives, problemlösendes und entdeckendes Fach erlebbar zu machen. Von diesem Konzept profitieren auch zukünftige Mathematik-Lehrkräfte: Lehramtsstudierende arbeiten aktiv in der Lernwerkstatt mit. Sie sammeln dort frühzeitig wertvolle Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und individuellen Förderbedarfen.

Die Nachfrage nach den Lernwerkstatt-Angeboten ist groß. Um möglichst vielen Kindern und Jugendlichen helfen zu können, benötigt das Institut Mittel für die Kurs-Ausstattung und studentische Hilfskräfte. Wir würden uns sehr über Ihre Unterstützung freuen!

(Foto: TU Braunschweig)

Ansprechperson und Unterstützungsmöglichkeiten

AOR Dipl.-Math. Frank Förster
Didaktik der Mathematik und
Elementarmathematik
TU Braunschweig
Tel. 0531 / 391 - 8859
E-Mail: f.foerster@tu-braunschweig.de



Prof. Dr. Katrin Vorhölter
Didaktik der Mathematik und
Elementarmathematik
TU Braunschweig
Tel. 0531 / 391 - 8851
E-Mail: katrin.vorhoelter@tu-braunschweig.de

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie mit einer Spende über die BHB-Seite auf der deutschen Spendenplattform Betterplace an der Arbeit der Mathe-Lernwerkstatt mitwirken.

Oder spenden Sie auf unser BHB-Spendenkonto. Nennen Sie dabei im Verwendungszweck bitte "Spende Mathe-Lernwerkstatt".

Herzlichen Dank!

Ausgangslage und Ziel

Mathematik spielt sowohl im persönlichen Leben als auch in Wissenschaft, Technik und Gesellschaft eine zentrale Rolle. Um den wachsenden Herausforderungen unserer Zeit begegnen zu können, sind mathematische Kompetenzen von großer Bedeutung.

Im regulären Mathematikunterricht fühlen sich einige Schülerinnen und Schüler aber unterfordert, während andere Schwierigkeiten beim mathematischen Lernen haben. Beide Gruppen benötigen differenzierte Förderangebote, die im Schulalltag häufig nur begrenzt umgesetzt werden können. Der Lehrkräftemangel verschärft diese Situation noch. Zusätzlich kennen Lehrerinnen und Lehrer oft nicht alle geeigneten Methoden, um auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen ihrer Schüler und Schülerinnen eingehen zu können.

Dieser Situation soll durch eine Vergrößerung der außerschulischen Bildungsangebote für Schüler und Schülerinnen, Lehramtsstudierende und tätige Lehrkräfte an der Mathe-Lenwerkstatt begegnet werden.

Konzept

Das Institut für Didaktik der Mathematik und Elementarmathematik erprobt Lernangebote praxisnah, begleitet sie wissenschaftlich und wertet sie systematisch aus. Auf Basis moderner fachdidaktischer Modelle bietet sie in der Mathematischen Lernwerkstatt passgenaue Angebote für zwei Zielgruppen:

Sie fördert zum einen mathematisch interessierte und begabte Kinder und Jugendliche der Jahrgangsstufen 3 bis 8, die neue intellektuelle Herausforderungen suchen. Zum anderen unterstützt sie Kinder mit Rechenschwierigkeiten der Klassen 1 und 2, um Ängste abzubauen und spielerisch Sicherheit zu gewinnen. In der Mathe-Lernwerkstatt schafft das Institut dafür einen Raum, in dem Kinder und Jugendliche Mathematik jenseits von Leistungsdruck entdecken können. Vielmehr herrscht dort eine offene und kooperative Lernumgebung, um an verschiedenen mathematischen Fragestellungen zu arbeiten. Ziel ist es, mathematische Neugier, Problemlösekompetenz und Spaß an Mathematik zu fördern.

Die Gruppen werden von erfahrenen Mathematikdidaktikerinnen und –didaktikern oder gezielt geschulten studentischen Hilfskräften in enger Zusammenarbeit mit Lehramtsstudierenden durchgeführt. Dadurch erhalten angehende Lehrkräfte die Möglichkeit, frühzeitig praktische Erfahrungen im Umgang mit Lernenden zu sammeln und ihre pädagogischen sowie fachdidaktischen Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Die Nachfrage nach den Angeboten der Lernwerkstatt übersteigt die Kapazitäten stark. Deshalb soll die erfolgreiche Arbeit des Instituts mit zusätzlichen Mitteln gestärkt werden, sodass es seine Angebote verbreitern und mehr Schüler und Schülerinnen, Lehramtsstudierende und tätige Lehrkräfte unterstützen kann.

Unterstützungsbedarf

Das Institut verfügt über begrenzte Mittel, vor allem aus dem Landeshaushalt. Um zusätzliche Workshops, Förderprogramme und Fortbildungen entwickeln und anbieten zu können, benötigt es Mittel, etwa für die Ausstattung der Kurse und für studentische Hilfskräfte, die die Kurse begleiten.

Projektverantwortliche

Die "Mathematische Lernwerkstatt" ist Teil des Programms "Matr:iks" (Mathematik treiben: Individuell, kreativ selbstständig") am Institut für Didaktik der Mathematik und Elementarmathematik an der TU Braunschweig. Das Institut bietet seit dem Jahr 2000 erfolgreich mathematikdidaktische Lehr-und Lernangebote für Schüler und Schülerinnen an und entwickelt sie stetig weiter. Die Mathematische Lernwerkstatt hat sich als wichtiger Baustein der mathematischen Bildungsarbeit in der Region etabliert. Projektverantwortliche sind der Akademische Oberrat Dipl.-Math. Frank Förster und die Institutsleiterin Prof. Dr. Kathrin Vorhölter.

Der Braunschweigische Hochschulbund unterstützt das Projekt seit dem Jahr 2024 intensiv. So kümmert er sich um die rechtssichere Annahme, Verwaltung und Verausgabung von Spenden für das Projekt.

Ausblick / Nachhaltigkeit​

Für das persönliche und berufliche Leben wird die Mathematik und damit die mathematische Schulbildung voraussichtlich eine zentrale Bedeutung behalten. Gleichzeitig muss sich die Schule der Ausbildung von neuen Kompetenzen wie Medienkompetenzen widmen. Für Lehrkräfte wird es in der Schule also weiterhin eine große Herausforderung bleiben, auf die individuellen mathematischen Lernbedürfnisse von Schülern und Schülerinnen eingehen und ihnen einen Zugang zur Mathematik ermöglichen zu können.

Das Angebot der Mathe-Lernwerkstatt kann hier auch zukünftig eine wichtige Ergänzung zur Arbeit in den Schulen darstellen. Durch die enge Verbindung von Förderung, Forschung und Lehrkräfteausbildung entstehen nachhaltige Strukturen: Kinder erhalten positive Erfahrungen mit Mathematik, Lehrkräfte sammeln wertvolle Praxiserfahrungen und didaktische Konzepte werden wissenschaftlich weiterentwickelt.